„Inklusiv“ ist das Projekt von Marco Túlio Silva, Stipendiat der Alexander von Humboldt Stiftung (Bundeskanzlerstipendium) aus Brasilien in den Jahren 2019/2020.
Es ist ein Blick auf die Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt und geht der Frage nach, wie Deutschland und Brasilien im fachlichen Austausch und in der dialogische Begegnung voneinander lernen können.
Als Journalist sucht Marco nach Geschichten über gelungene Beispiele der Inklusion im Bereich Arbeit sowohl in Deutschland als auch in Brasilien.
Schließlich sollen die Herausforderungen dargestellt werden, die beim Transfer von einem Land in das andere Land zu erwarten sind.
Ziele
- Die Erzählung interessanter und anregender Geschichten über Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt;
- Die Identifizierung guter und bereits vorhandener Praktiken im Bereich der Inklusion von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt und des damit einhergehenden Einflusses auf die gesamte Gesellschaft;
- Der Aufbau eines kontinuierlichen Austausches von Ideen und Erfahrungen zwischen Brasilien und Deutschland;
- Die Förderung eines Netzwerkes aus Kontaktpersonen und Institutionen.
Methoden
- Gespräche und Austausch mit Mitarbeiter, Arbeitgeber und leitenden Funktionsstelleninhabern von Institutionen, die mit der Thematik beschäftig sind;
- Hospitationen bei Organisationen und Unternehmen;
- Erstellung von Artikeln und Herstellung von multimedialen Materialien;
- Aufbau und Pflege eines Blogs und Sozialer Netzwerke (wie z.B. Linkedin, Instagram und Youtube) als Medien für den Austausch.
Das Bundeskanzler-Stipendium
Das Bundeskanzler-Stipendienprogramm der Alexander von Humboldt-Stiftung richtet sich an international orientierte Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit ersten Führungserfahrungen aus den USA, der Russischen Föderation, der Volksrepublik China, Brasilien und Indien. Zielgruppe sind angehende Entscheidungsträger, Multiplikatoren und Impulsgeber aus einem breiten Spektrum an Arbeitsbereichen, darunter Politik, öffentliche Verwaltung, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.
Mit Hilfe dieses Stipendienprogramms sollen sie die Möglichkeit erhalten, für ein Jahr nach Deutschland zu kommen, um sich dort mit anderen von der Humboldt-Stiftung geförderten internationalen Nachwuchsführungskräften zu vernetzen und nach neuen Antworten auf die globalen Fragen unserer Zeit zu suchen. Damit empfiehlt sich Deutschland einmal mehr als Land des interkulturellen Dialogs und als Begegnungsort für internationale Führungskräfte von morgen.
Während ihres Deutschlandaufenthalts führen die Bundeskanzler-Stipendiatinnen und -Stipendiaten eigenständig entwickelte, forschungsnahe Projektvorhaben an Gastinstitutionen durch. Dabei werden sie von selbst gewählten Gastgebern in Deutschland betreut, die die erforderliche Expertise für die jeweiligen Projektthemen besitzen. Die Projektvorhaben sollten nicht nur von gesellschaftlicher Relevanz sein, sondern auch eine nachhaltige, öffentlich sichtbare Wirkung entfalten. Außerdem sollen sie der weiteren Karriereentwicklung der Stipendiatinnen und Stipendiaten dienen. Diese sollen in Deutschland ihr Fachwissen vertiefen, neue internationale Erfahrungen sammeln und zugleich ihre interkulturellen Kompetenzen stärken, damit sie zu erfolgreichen Führungspersönlichkeiten heranwachsen.
Nach Beendigung ihres Stipendiums fungieren sie als Mittler zwischen ihrem Heimatland und Deutschland und bleiben Teil des weltweiten Humboldt-Netzwerks. Innerhalb dieses pflegen die Alumnae und Alumni des Bundeskanzler-Stipendienprogramms untereinander besonders enge Kontakte. So ist ein kontinuierlich wachsendes Netzwerk internationaler Entscheidungsträger, Multiplikatoren und Impulsgeber entstanden.
Dieses Stipendienprogramm steht unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland und wird vom Auswärtigen Amt finanziert. Die Alexander von HumboldtStiftung vergibt jedes Jahr bis zu 50 Bundeskanzler-Stipendien – jeweils bis zu zehn an angehende Führungskräfte aus den fünf genannten Ländern.
Der Author

Marco Túlio Silva ist in Belo Horizonte, Brasilien, geboren. Er hat einen Bachelor im Multimedien-Journalismus an der “Centro Universitário UNA” und einen Master in Betriebwirtschaft bei der “Fundação Getúlio Vargas – Escola de Administração de Empresas de São Paulo (FGV EAESP)” abgeschlossen. Seit 2008 sammelt er Erfahrungen in den Bereichen Kommunikation, Sozialverantwortung und institutionelle Beziehungen in verschiedenen Organisationen und Unternehmen.
Er hat als Account Executiv und Anzeigenredakteur der Werbeagentur Amplo Brasil, in Belo Horizonte gearbeitet. In São Paulo war er bei der Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer beschäftigt, wo er Komunikationskoordinator und Projektkoordinator des Deutsch-Brasilianischen Instituts für Kultur und Soziales war. Noch in São Paulo war er Koordinator für institutionelle Beziehungen bei der Organisation Comunitas.
Folgende Projekte, in denen er involviert bzw. für die er verantwortlich war, sind hervorzuheben:
- Strategische Kommunikationsplanung des Laticínios Itambé;
- Werbekampagne der Incorporadora Quartzo;
- Werbekampagne des Café Bico de Ouro;
- Zeitschrift Brasil-Alemanha und Brasil-Alemanha News Portal;
- Wochenbericht Brasilien;
- Projekt Athleten der Zukunft – Deutsch-Brasilianische Paralympische Fonds;
- Deutsch-Brasilianische Inklusions Initiative – Vielfalt Leben;
- BISC – Benchmarking der Korporativ Sozialen Investition;
- Programm Juntos für die Nachhaltige Entwicklung;
- Führungskräfte Treffen Comunitas.
Seit September 2019 ist Marco Silva Bundeskanzler-Stipendiat der Alexander von Humboldt Stiftung in Deutschland. Während dieses Programms entwickelt er sein Projekt über Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt, um Austauschmöglichkeiten zwischen Deutschland und Brasilien in diesem Bereich zu fördern.
Kontakt
E-mail: inkbrde@gmail.com